Sony Live with Walkman (WT19i) Review

Nachdem das Handy frisch im 4. Quartal 2011 erschienen ist und nicht nur zu den günstigsten gehört, sondern trotzdem auch einen schnellen Prozessor besitzen soll und einen Kopfhöreranschluss hat, habe ich mir das Gerät näher angesehen und einen kleinen Testbericht darüber geschrieben.
Link zur Herstellerseite

Unboxing und Lieferumfang

Im Paket ist enthalten:

  • Handy
  • Micro USB-Kabel
  • Netzteil
  • Kopfhörer
  • 2GB Micro SD Karte
Mehr braucht es auch gar nicht. Hunderte Seiten Anleitung sind gar nicht nötig - mit etwas Technikbegeisterung versteht man das Android-Prinzip in rund einem Tag.
Ich habe mir noch ein Sylicrylic Schutzhülle dazu gekauft, die vor allem Stöße abfedert und durch eine sehr hohe Verarbeitungsqualität nicht stört und sich gut anfühlt. Das Handy liegt aber auch so vernünftig in der Hand und hat aufgrund des Kunststoffs keine kalten Stellen. Nur während das Kabel eingesteckt ist, kann die Bedienung etwas schwer fallen. Der riesige Akkudeckel ist etwas außergewöhnlich befestigt - ich sehe hier Probleme für Staub. Es gibt trotz des Touchfeldes zum Glück noch einige echte Knöpfe, z.B. für Lautstärke.

Technische Daten:

  • 106 x 56 x 14,2 mm
  • 115 Gramm
  • Android Gingerbread 2.3.4
  • 522 MB RAM, 320MB interner Speicher
  • Android Gingerbread 2.3.4, Update auf Ice Cream Sandwich angekündigt für Frühjahr 2012
  • WLAN 802.11b/g/n
  • Display 480 x 320 Pixel bei 3,2 Zoll (=8,1cm)
  • Kamera mit 120p-Video und LED-Blitz
  • kratzsichere Oberfläche?


Praxistest

Beim ersten Start meldet sich ein Einrichtungsassistent. Die Synchronisation mit einem Google-Account hat problemlos funktioniert, allerdings ist für die volle Funktionalität zusätzlich noch eine googlemail oder gmail Emailadresse erforderlich, sonst wird die Verbindung verweigert. Es wurde anschließend ein Software-Update angeboten, das problemlos in wenigen Minuten über WLAN-Verbindung installiert war.
Der reguläre Startvorgang dauert etwa 40 Sekunden bis zum Entsperrbildschirm. Bis alle Apps geladen sind ruckelt das Handy noch ein bisschen, ab da läuft alles flüssig, dank dem 1000MHz Prozessor. Die Benutzeroberfläche selbst ist für Neulinge an einem Tag erlernbar und meiner Meinung nach auch recht gelungen. Zur Not lässt sich auch ein alternativer Launcher installieren - die haben mir aber nicht so gut gefallen. Man merkt auf jeden Fall, dass die Android-Systeme inzwischen ausgereift sind. Zudem wurde von Sony ein Update auf Ice Cream Sandwich angekündigt. Kritisch erwartet wird die ICS-Tauglichkeit für das relativ kleine Display.

Die Auflösung ist bei diesem Bildschirme etwas unterdimensioniert. Der Bildschirm und das Handy selbst ist etwas größer als beim Xperia Mini, welches gerne als "Schulmädchenhandy" bezeichnet wird, da seine seiner Ausmaße für Männerhände eher ungeeignet seien. Im Vergleich zu anderen Smartphones mag das Display zwar etwas kontrastarm sein, doch beim normalen Gebrauch merkt man das kaum. Lediglich unter Sonnenlicht ist das Ablesen des Displays schwierig.

Der Walkman-Player ist beim ersten Start sehr sehr laut. Ich hatte ihn beim Wischen durch die Startbildschirme (über den Play-Button des Widgets) aus Versehen gestartet. Leider lässt sich dieser von der Stummschaltung nicht beeindrucken. Probleme mit der Lautstärke habe ich auch beim Wecker. Diese lässt sich nicht einmalig definieren.

Die Touch-Sensibilität ist in Ordnung. Die virtuelle Tastatur lässt sich dementsprechend auch gut tippen. Experimentierfreudige können alternative Tastaturen wie Swiftkey ausprobieren, das total abfällige Tastatureingaben einfach korrigiert und so sehr schnelles Tippen ermöglicht. Ich treffe erstaunlicherweise auch im Hochformat mit sorgfältigem Tippen die richtigen Tasten. Leute, die Probleme bei der Eingabe haben, können auch einen Eingabestift ("Stylus") benutzen.

UMTS Gesprächszeit ist mit 6:42 Stunden angegeben und Standby 350 Stunden. Im GSM-Netz erhöhen sich die Werte auf 14:15 und 400h. Reine Musikwiedergabe soll 17 Stunden betragen. Der Langzeit-Realtest läuft noch. Soviel sei verraten: Mit starker Nutzung schafft man es auch in unter einem Tag, den Akku leer zu machen. Aus dem Grund habe ich mir einen externen Handy-Akku bestellt, um auch unterwegs genug Saft zu haben. Im Gegensatz zu einer weiteren internen Batterie kann die externe für Geräte aller Art benutzt werden. Laut Tipps&Tricks im Handy und laut Entlade-Monitor-App trägt WLAN zum Akkuverbrauch im Leerlauf nicht viel bei - nur etwa 5% bei intensiver Nutzung. Hauptproblem ist das Display - bei mir mit 76%. An dritter Stelle steht bei mir die kostenlose Wecker-App "Alarmdroid", weiter hinten noch ein paar Apps mit Internetanbindung. Während das Telefon am Ohr ist, schaltet der Bildschirm automatisch ab. Anders sieht es aber wiederum bei Wenigbenutzung aus. Im Leerlauf ist WLAN der Stromfressre Nr.1. Man kann natürlich nachts auch einfach mal komplett den Flight Mode einschalten. Der leere Akku ist nach 45 Minuten wieder zur Hälfte geladen, komplett nach knapp über 2 Stunden (im Flugmodus). Bei Wenigbenutzung mit eher schlechtem Empfang und aktiviertem WLAN war er nach rund 18 Stunden schon leer. Bei Vielbenutzung kann es auch schneller vorüber gehen. Im Flight-Modus mit nahezu keiner Benutzung hält das Gerät etwa 8 Tage durch. Wlan-Empfang ist übrigens schlechter als bei einem Notebook. UMTS habe ich noch nicht hinreichend getestet.

Spiele habe ich nicht getestet. Detailinfos zu Fotokamera und Video folgen noch. Im Vergleich zu einer ähnlich großen Cybershot T Kamera, die fast das doppelte kostet (und trotzdem nicht so super ist, abgesehen von Full-HD-Videos), sind die Leistungen aber meiner Meinung nach recht ordentlich. Die Kompression des 720p-Videos ist schon deutlich. Videoaufnahme wird mit wenig Verzögerung gestartet.

Beim Aufrufen einer Telefonnummer aus der Rufliste wird bei installierter Skype-App gefragt, worüber man telefonieren möchte. Sprachqualität ist ok aber nicht kristallklar. Es gibt eine Frontkamera.

Der Internetbrowser scheint ok. Mir persönlich ist der Opera Mobile/Mini lieber, da man dort die Einspaltigkeit einstellen kann und sich so das ständige Zoomen spart. Internetseiten werden eher langsam aufgebaut, doch ich denke das ist ein allgemeines Problem von Handies. Für Vielsurfer ist dieses Modell allerdings nicht geeignet, da textreiche Internetseiten aufgrund der schwachen Auflösung eher schwierig zu lesen sind. Für unterwegs reicht es aber. Ich persönlich benutze aber weiterhin auch mein Netbook. Ein PDF-Reader ist auf dem Handy bereits installiert.

Die Google-Spracheingabe hat bei mir kaum funktioniert. Sie kommt auf jeden Fall nicht an Apples Siri heran.

 
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